Der von Trump vorgeschlagene 1-jährige 10%-Deckel auf Kreditkarten-Zinssätze hat gerade 100 Milliarden Dollar vom Aktienmarkt gelöscht, verspricht jedoch, rund 100 Milliarden Dollar an jährlichen Verbraucherzinzahlungen freizusetzen und das verfügbare Einkommen für den Konsum zu steigern. Dieser Schritt würde die derzeitigen durchschnittlichen Kreditkarten-Zinssätze von ~20-30% dämpfen, die Trump als Missbrauch der Verbraucher bezeichnete. Kurzfristig könnte diese Lösung sofortige Erleichterung für Haushalte bieten, mit wahrscheinlich mildem Aufwärtsdruck auf die Inflation durch erhöhte Nachfrage/Liquidität. Langfristig haben Banken bereits gewarnt, dass sie den Zugang zu Krediten einschränken würden, was potenziell den Konsum dämpfen könnte. Ob dies nur eine Vergeltungsdrohung ist, wird sich noch zeigen. Eine weitere Frage ist, ob die Trump-Administration die rechtlichen Grundlagen finden kann, um den 1-jährigen 10%-Deckel ab dem 20. Januar Realität werden zu lassen. Insgesamt sehen wir einen geringen direkten Einfluss auf die Echtzeit-CPI-Inflation von Truflation. Der Fokus liegt vorerst auf breiteren monetären Trends, wobei in unseren Preisdaten diesen Januar starke desinflationäre Tendenzen, insbesondere in den Bereichen Mieten und Eigentum, deutlich werden.